Stoßwellentherapie vs. Röntgenreizbestrahlung

Die Stoßwellentherapie oder auch extrakorporale Stoßwellentherapie (extra=außerhalb, korporal=körperlich) ist eine sehr erfolgreiche Behandlungsmethode des Fersensporns, die bei Indikation vom Arzt angeordnet und durchgeführt wird. Hierbei kommen Ultraschallwellen zum Einsatz, die zum einen die Auflösung des Fersensporns samt Entzündung bewirken sollen, zum anderen sorgen sie für Schmerzlinderung. Die genaue Erklärung des Heilungsprozesses, der durch die Stoßwellentherapie in Gang gesetzt wird, ist derzeit Gegenstand medizinischer Forschung und noch nicht vollständig aufgeklärt.

Der Abbau des Fersensporns wird erreicht, da bei der Stoßwellentherapie die Stoßwellen direkt auf die Verknöcherung gebündelt werden. Dadurch kommt es zu einer starken Energieübertragung auf den Fersensporn, die nach etwa vier- bis sechswöchiger Stoßwellentherapie den Zerfall der Kalkanlagerungen herbeiführt. Darüberhinaus wird durch die Stoßwellentherapie die Entstehung von Blutgefäßen verursacht. Die dadurch verbesserte Durchblutung sorgt wiederum für eine Aktivierung der Selbstheilungskräfte des Körpers. Hinzu kommt die durch die Stoßwellentherapie ausgelöste Ausschüttung von Wachstumsfaktoren, die an der Heilung beteiligt sind. Eine Stoßwellentherapie-Sitzung dauert etwa eine halbe Stunde. Nach drei bis vier Sitzungen sollte sich langsam eine Besserung einstellen.

Die schmerzlindernde Wirkung der Stoßwellentherapie ist auf eine Reizüberflutung zurückzuf&uum;hren. Es werden so viele Reize provoziert, dass die Kapazität der Nervenfasern nicht ausreicht, um auch noch die Schmerzinformationen mitzusenden. Hinzu kommt eine Veränderung der Zellwände durch die Stoßwellentherapie, die zumindest in der Theorie eine Verhinderung der Schmerzweiterleitung zur Folge hat.

Bei der Stoßwellentherapie ist die richtige Anwendung für den Erfolg entscheidend. Nur falls die Stoßwellen genau den Entzündungspunkt treffen, gelingt die oft nicht ganz schmerzfreie Behandlung. Es wird von einer etwa 70%-tigen Erfolgsquote berichtet. Die Erfolgschancen währen jedoch sicherlich höher, wenn alle behandelnden Ärzte die Stoßwellentherapie beherrschen würden. Die Wahl des richtigen Arztes, ist hier also besonders wichtig. Natürlich muss auch das Stoßwellentherapie-Instrument gewissen Qualitätsmerkmale erfüllen. Falls der Schallkopf lose in der Luft hängt, also vom Arzt gehalten werden muss, ohne dass eine Stützung durch beispielsweise einen Instrumentarm gegeben ist, zeugt das nicht von der Qualität des Instruments.

Leider werden die oft mehrere hundert Euro teuren Kosten der Stoßwellentherapie von den meisten gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.

Die Röntgenreizbestrahlung ähnelt der Stoßwellentherapie in ihrer Wirkungsweise. Bei der Röntgenreizbestrahlung werden allerdings, wie der Name schon vermuten lässt, anstelle der Ultraschallwellen Röntgenstrahlen verwendet. Diese haben natürlich eine - zwar geringe - Strahlenbelastung zur Folge, weshalb die Röntgenreizbestrahlung erst eingesetzt werden sollte, wenn die Stoßwellentherapie erfolglos bleibt. Ironischerweise zahlen die Krankenkassen eher eine Röntgenreizbestrahlung statt der Stoßwellentherapie.

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